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Mittwoch, 21. April 2021

Mit dem Motorrad nach Korsika

In meinem BLOG war es in diesem Jahr sehr ruhig. Der Grund war ein Schlaganfall vor ziemlich genau einem Jahr. Dass es mich mit nur 54 Jahren im sonnigen Süden Frankreichs vom Motorrad hauen würde, das hätte ich auch nicht gedacht. Aber solche Dinge passieren und ich bin sehr glücklich, dass es mir heute besser geht als vor dem Schlaganfall. Häufig ist leider das genaue Gegenteil der Fall.
Auch wenn es mir wieder gut geht, so hat dieses Ereignis die letzten 12 Monate doch sehr geprägt. Bei der Aufarbeitung hat mir vor allem die Arbeit an diesem Buch geholfen.


Für alle Leseratten gibt es den 290 Seiten starken Schmöker noch bis zum 7. Oktober völlig kostenlos. Danach kostet er 5,99 Euro. Das Buch enthält viele Karten mit den Routen, die mein GPS während der Reise aufgezeichnet hat. Alles in hoher Auflösung mit Höhenprofilen, so dass man bspw. auf einem iPad die Tour des jeweiligen Tages im Detail anschauen kann. Zusätzlich gibt es noch alle die GPX-Dateien getrennt nach Tagen zum Download.

Das Buch enthält insgesamt 130 Abbildungen, so dass man sich einen guten Überblick über die Stationen der Reise verschaffen kann.

In diesem Jahr habe ich die durch den Schlaganfall so jäh abgebrochene Reise zu Ende gebracht. Im September war ich mit meinem Motorrad in Nizza um mich bei den lieben Menschen, die mich dort gepfegt haben zu bedanken. Auf dem Hinweg ging es über die Route des Grandes Alpes, zurück dann über die Route Napoleon, den Französischen und Schweizer Jura, den Schwarzwald, den Odenwald und das Sauerland. Nicht alles war so spektakulär wie die Route des Grandes Alpes, aber jeder Abschnitt der diesjährigen Reise hatte schöne Landschaften und tolle Bikerstrecken zu bieten.
Über eine kurze Rezension auf amazon.de würde ich mich sehr freuen.

Wer keinen Kindle e-Book Reader hat, kann einfach die kostenlose amazon Kindle App auf einem iPad oder ähnlichen Geräten installieren. Damit kann man auch die Fotos sehr gut vergrößern und in Farbe anschauen. Ein weitere Vorteil: Man muss keine Daten sichern, das macht alles amazon! Kommt irgendwann ein neues Tablet ins Haus, installiert man einfach die kostenlose Kindle App und schon sind alle Bücher wieder da. Sogar die letzten Stellen, an denen man aufgehört hat zu lesen, können automatisch aufgerufen werden.

Ich werde häufig nach PDF-Versionen meiner Bücher gefragt. Inzwischen bin ich der Meinung: PDF WAR GESTERN

Die Kindle App hat so viel mehr zu bieten als eine PDF-Datei, ich selbst möchte nie wieder ein E-Book als PDF lesen. Allein die frei wählbaren Hintergründe, Schriftarten, Schriftgrößen usw. lassen inzwischen jedes PDF ziemlich blass aussehen.




Roadbook Sardinien

 

Das Roadbook Sardinien ist seit Heiligabend verfügbar. Mit der kostenlosen amazon Kindle-App kann man das Buch auf allen gängigen Smartphones, Tablets und PCs lesen. Es sind 29 Touren und mehr als 100 hochauflösende Karten und Fotos enthalten.


Hier habe ich noch einige Impressionen aus dem wunderschönen Sardinien.





Mt dem Motorrad nach Sardinien



Seit heute ist www.Roadbook-Sardinien.de online. Auf dieser neuen Webseite finden such Empfehlungen zu Hotels und allerlei Infos, die über mein Buch Roadbook Sardinien hinausgehen. Mein Kooperationspartner RidersProject bietet zudem Motorradtransporte und geführte Motorradtouren in Sardinien an. Interessenten können den Kontakt direkt über www.Roadbook-Sardinien.de aufnehmen.

Auf www.Roadbook-Sardinien.de werden künftig in lockeren Abständen Infos zu Motorradreisen nach Sardinien veröffentlicht werden. Diese neue Webseite soll dabei helfen, einen unbeschwerten Motorradurlaub im Paradies für Biker zu erleben.

Was bringt ein Polfilter?

Vor einigen Tagen habe ich bei einem italienischen Online-Händler eine gebrauchte SONY RX10 IV bestellt, weil ich mit dem langen Teleobjektiv Fotos der Ausbrüche des Ätna hier auf Sizilien machen wollte. Wie durch ein Wunder kam die Kamera pünktlich zur vorerst letzten Eruption hier in Giardini-Naxos in Sizilien an.

Eruption of Mount Etna on Sicily at 31.03.2021

Das 220mm Teleobjektiv der SONY ermöglicht wegen des kleinen 1-Zoll Sensors einen Blickwinkel wie ein 600mm Teleobjektiv im 35mm Format. Toll ist dabei f/4 als größte Blende. Weil auch das im Gegensatz zur Vorgängerin überarbeitete Autofokusmodul gute Dienste leistet, sind mit dieser Kamera schöne Tierfotos und Landschaftsfotografien möglich. Fotografiert man weit entfernte Motive, beeinträchtigen allerdings das Flimmern der warmen Luft, sowie Staub und Dunst Schärfe und Kontrast der Ergebnisse.

Ein Polfilter ist hier eines der wenigen wirksamen Mittel mit denen sich die Bildqualität tatsächlich steigern lässt. Richtig eingestellt blockiert der Polarisationsfilter einen großen Teil des ambienten Lichts, was zu satteren Farben und besserem Kontrast führt.

Allerdings stellt sich die Frage, ob sich mit einer geeigneten RAW-Entwicklung aus einem Fotos ohne Polfilter ein Ergebnis erzielen lässt, das einem Foto mit Polfilter entspricht. Mir war das heute mal einen Versuch ist es wert. Hier sind die Ergebnisse:

SONY RX10 IV - No Polarizer - Out of the cam
Bild 1 – JPG aus der Kamera ohne Polfilter

Bild 1 in Originalgröße

SONY RX10 IV - Polarizer - Out ot the cam
Bild 2 – JPG aus der Kamera mit Polfilter

Bild 2 in Originalgröße

Bereits bei den JPG-Dateien die direkt aus der Kamera stammen, sieht man einen großen Unterschied. Nun nehmen wir Bild Nummer 1 und machen mit Photoshop 2021 eine RAW-Entwicklung. Dabei verwenden wir unter anderem die Funktion „Dunst entfernen“.

SONY RX10 IV - No Polarizer - RAW Image
Bild 1 – RAW Entwicklung mit Photoshop 2021 und „Dunst entfernen“

Bild 1 – RAW Entwicklung in Originalgröße

Hier sieht man sehr schön, dass ich aus dem RAW-Bild kräftige Farben und brauchbare Schärfe herausholen lassen, auch ganz ohne Polfilter. Es stellt sich nun die Frage, was man aus der RAW Datei mit Polfilter zaubern kann. Schauen wir es und mal an.
SONY RX10 IV - Polarizer - RAW Image
Bild 2 – RAW Datei mit Polfilter und gleichen Parametern bei der RAW-Entwicklung in Photoshop

Bild 2 – Mit Polfilter – RAW Entwicklung in Originalgröße

Bei identischen Einstellungen im RAW-Converter, sind auch hier die Farben kräftiger und die Kontraste stärker. Es sieht so aus, als wäre man tatsächlich mit einem Polfilter klar im Vorteil. Allerdings wirkt der Polfilter nicht immer wahre Wunder wie in diesem Beispiel.

Im nächsten Beispiel habe ich die RAW-Version von Bild 2 über den Reliefkanal nachgeschärft. Dazu kopiert man die Bildebene, wendet den Hochpassfilter an und wählt als Mischmodus „Weiches Licht“ oder ggfs. auch „Hartes Licht“. Das Ergebnis sind deutlich klarere Details, aber auch ein leicht verstärktes Bildrauschen. Unschöne „Halos“ und andere Artefakte, wie sie beim „Unscharf Maskieren“ häufig auftreten, können mit dieser Methode vermieden werden.

Und hier ist das nachgeschärfte RAW-Bild das ich mit Polfilter aufgenommen habe.
SONY RX10 IV - Polarizer - RAW Image - Sharpend
Bild 2 – RAW-Entwicklung mit Polfilter – Über Reliefkanal geschärft

Bild 2 – Mit Polfilter – RAW Entwicklung, via Reliefkanal geschärft in Originalgröße.

In der Fotowelt geht die Auflösung der Sensoren immer weiter und weiter. Aktuelle Modelle wie die Nikon Z7 II bringen es mittlerweile auf sagenhafte 45 Megapixel. Schauen wir doch mal, wie sich die inzwischen etwas betagte SONY RX10 IV schlägt, wenn man eine Bilddatei auf 42 Megapixel aufbläst. Für dieses kleine Experiment, habe ich Bild 2 in Photoshop zunächst auf 168 Megapixel vergrößert und danach das Bildrauschen verringert. Die so optimierte Datei habe ich danach wieder auf 8000×5333 Pixel verkleinert, was im Endergebnis etwa 42 Megapixeln entspricht.
SONY RX10 IV - Polarizer - RAW Image - Sharpend - 42MPix Resize
Bild 2 – mit Polfilter – RAW Entwicklung – Nachgeschärft – Resize auf 42 Megapixel

Bild 2 im RAW-Modus mit Polfilter, Nachgeschärft und auf 42 Megapixel vergrößert in Originalgröße

Fazit

Der preiswerte Polarisationsfilter des Herstellers Haida funktioniert überraschend gut. Wegen des schmalen Slimline-Profils werden Bildränder nicht abgeschattet und man kann ihn sehr gut mit Graufiltern kombinieren. Mit 42,90 Euro ist der Filter nicht geschenkt, aber im Vergleich zu Filtern des Premiumherstellers B+W sehr viel preiswerter
Es ist erstaunlich, wie gut sich die Fotos aus der RX10 IV auf 42 Megapixel vergrößern lassen. Zwar wird beispielsweise eine Nikon Z7 II trotz allem die besseren Ergebnisse liefern, diese wird man aber erst bei Prints sehen, die deutlich großer als ca. 60x90cm sind. Wer eine weitgehend problemlose Kamera mit riesigem Zoom-Bereich sucht, um für einen BLOG oder ein späteres Fotobuch zu fotografieren, macht mit der SONY RX10 IV nichts verkehrt.
Wer rund 500 Euro sparen möchte, kann mit gutem Gewissen zum Vorgänger greifen. Das Autofokussystem ist ein wenig langsamer, aber dennoch mehr als brauchbar. Es gibt keinen Touchscreen, aber die Touch-Implementierung der RX10 IV ist eher dürftig und geht kaum über das Setzen des Autofokusmessfeldes hinaus.

Mit dem Motorrad nach Korsika

In meinem BLOG war es in diesem Jahr sehr ruhig. Der Grund war ein Schlaganfall vor ziemlich genau einem Jahr. Dass es mich mit nur 54 Jahre...